Außerschulische Lernorte
Ministerin spricht sich für Schulprojekte von Konzerthäusern und Bühnen aus Projekte zur kulturellen Bildung können während der Unterrichtszeit durchgeführt werden
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Sie alle kennen die Initiative von Schulministerin Sommer zur Bekämpfung von Unterrichtsausfall. Diese Initiative halte ich für grundsätzlich begrüßenswert.
Die Tatsache, dass Besuche von theater-, museums-, konzert- und anderen pädagogischen Programmen sowie Probenbesuche durch Schulklassen im Zuge dieser Maßnahmen bis zur Hälfte, teilweise sogar um zwei Drittel zurückgegangen sind, hat mich dazu bewogen, die Ministerin in einem Brief auf diesen Umstand hinzuweisen und um Klärung der Sachlage zu bitten.
Die Antwort aus dem Schulministerium bestätigt meine Auffassung, dass die oben beschriebenen Auswirkungen weder beabsichtigt noch gewünscht sind.
Nach der Feststellung, dass Kultur einen hohen Stellenwert und eine lange Tradition aufweist und daher „aus der Schule als Unterrichtsinhalt nicht wegzudenken“ ist, da sie „das Lernen und die Persönlichkeitsbildung mit ihrem umfassenden Ansatz“ beeinflusst und die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern durch eine andere pädagogische Sichtweise neue Impulse gibt „für die Arbeit im Unterricht, auch im Rahmen der be-stehenden Lehrpläne und Curricula“, heißt es in dem Antwortschreiben vom 17. Januar 2006 weiter:
„Pädagogisch wertvolle Besuche von Theater-, Musik- und anderen Kulturveranstaltungen sind in der Tat als Unterricht in anderer Form an anderen Lernorten als der Schule zu betrachten. Sie können deshalb auch zukünftig während der Unterrichtszeit durchgeführt werden.“
Ich möchte Sie an dieser Stelle ausdrücklich ermutigen, diese Aussagen als Argumentationshilfen zu nutzen und die pädagogischen Angebote von Kultureinrichtungen in Ihrer Stadt und Region verstärkt wahrzunehmen. In diesem Zusammenhang möchte ich Sie auch noch einmal auf das Netzwerk ORCHESTER & SCHULEN hinweisen (www.dov.org), in dem der vds Kooperationspartner ist.
Mit besten Grüßen
Ihr Walter Lindenbaum


